Winterturnierbericht Sigmaringen-Laiz 2018

Wie jedes Jahr haben sich wieder einige Schützen der Hegau Archers beim Winterturnier in Sigmaringen-Laiz (http://www.sv-laiz.de/bogenabteilung-1.html) angemeldet, welches dieses Jahr am 18. März stattfand.

Mit dabei vom Verein waren Uwe K., Daniel M, Günter W., Julian W., Dieter W. und Toni B.

Es hatte geschneit und so konnten wir vor Ort eine schöne winterliche Landschaft genießen.

Auf Grund der zahlreichen Schützen seitens unseres Vereines mussten wir auf 2 verschiedene Gruppen aufgeteilt werden. Dieter, der schon etwas früher anwesend war, kümmerte sich um die Anmeldung und Aufteilung der Gruppen. Ein Dankeschön hierfür.

In der Gruppe um Toni gesellten sich Günter mit Sohn Julian, sowie Daniel und ein befreundeter Schütze namens Dirk. Für einige in der Gruppe ist es einer der ersten Turniere, bei denen sie den Flair des Wettkampfes kennenlernen und auf unbekanntem Gelände unterwegs sind. Eigentlich doppelt schwer, aber sehr lehrreich.

In der Gruppe vor uns gesellten sich demnach Uwe und Dieter mit 3 befreundeten Primitivbogenschützen.

Nach einem ausführlichen Briefing wurden die Gruppen an ihre Ziele geführt und warteten auf den Beginn des Turnieres. Um 9.45 Uhr durfte dann der erste Pfeil auf die Reise gehen. Toni und seine Gruppe starteten gleich am delikaten Ziel 8, einem liegenden Damhirsch auf eine freien Wiese. Ein wirklich schwieriger Schuss, da auf Grund der homogenen weißen Fläche ein Schätzen der Entfernung sehr schwierig war. Hier hatte nicht jeder gleich einen Treffer und musste zum 2. bzw. zum 3. Mal in den Köcher greifen. Das fing ja schon mal gut an. Danach lief es dann aber auch besser, kamen hier doch ein paar Ziele mit moderater Entfernung. Nach dem Durchgang eines Tobels gelangten wir wiederum auf eine Wiese, auf der zuerst eine Gämse und dann ein steigender Steinbock zu treffen war.
Nicht ganz einfach, diese beiden Situationen. Danach erwartete uns am Ziel 20 eine kleine Bergziege, extrem steil bergab. Die projizierte Fläche eines Killbereiches wird bei solch einem steilen Winkel ziemlich klein und dadurch ein schwieriges Unterfangen. Hier konnte man später durch Toni‘s Videoaufnahmen dann gut erkennen, wer noch welche Defizite hat, an denen er arbeiten sollte. Toni benötigte hier am Ziel 20 einen 2. Pfeil. Dies sollte dann bis zum Schluss der letzte gewesen sein. Ab hier gab es dann nur noch erste Treffer, auch die Neulinge hatten sich an die Wettkampfsituation gewöhnt und konnten teils tolle Schüsse vorweisen.

Nach der Bergziege folgte ein Urzeitvogel, einem Dodo und danach ein stehender Hirsch. Dann gelangte man über eine Unterführung in ein Gelände, das für alle neu war. Hier wurden weitere Ziele toll in Szene gesetzt. Der stehende Damhirsch war sicherheitstechnisch nicht ohne, weil hinter dem Ziel das Gelände nicht weit genug eingesehen werden konnte. Bei einem Rückenabpraller flog der Pfeil bis hinter die Kuppe.

Nach einer in meinen Augen zu langen Pause ging es für uns in den letzten Abschnitt, in dem es hieß, die letzten wichtigen Punkte zu sammeln. Für viele Schützen ist eine lange Pause kontraproduktiv. Entweder man kühlt aus, hat zu viel gegessen oder der „Flow“ ist weg. Mit dieser Situation muss man erst mal umgehen können, um trotzdem nach der Pause wieder voll konzentriert abzuliefern.

Während des Turniers hatte man immer wieder Kontakt zur vorderen Gruppe um Uwe und man konnte vernehmen, dass Uwe scheinbar ganz gut unterwegs sei. Schauen wir mal, was am Ende auf dem Schusszettel steht.

Der letzte Schuss sollte ein stehender großer Wolf sein, der dem einen oder anderen Schützen die Röte ins Gesicht trieb. Zuerst zu hoch, dann zu tief und dann doch noch glücklich auf dem Tier. Dabei stand er doch so nah ….

Nach dem Auswerten der Schusszettel und deren Abgabe konnten wir uns dem leiblichen Wohl widmen und ‚ne gute heiße Chili con Carne genießen. Jetzt konnten wir gespannt sein, was am Ende des Tages so an Platzierungen erreicht wurden. Man sprach mit dem einen oder anderen Schützen, um herauszufinden, wie es ihnen so ergangen ist und was man sonst so gehört hat. Manch einer möchte gar nicht sein Ergebnis mitteilen.

Und was soll ich sagen. Das erste offizielle Turnier der Hegau Archers war gleich ein toller Erfolg. Platz 1 für Uwe in der Klasse Primitivbogen. Gratulation. Toni belegte in der am stärksten besetzten Klasse TRB den 3. Platz, gerade mal 10 Punkte hinter dem Erstplatzierten. Daniel folget auf dem 4. Platz. Auch hier eine tolle Leistung. Zu guter Letzt konnte sich Julian in der Jugendklasse noch seine Urkunde für den 1. Platz abholen. Gratulation an alle Teilnehmer.

Hier findest du die Siegerliste zum Turnier in Sigmaringen-Laiz

Nach dem Warten in der Kälte auf die Siegerehrung war es schnell ziemlich frisch geworden und so traten wir alsbald die Heimreise an. Die in den Morgenstunden bestandene Eisschicht auf den Straßen waren jetzt am Abend nicht mehr zu sehen und somit konnten wir entspannt nach Hause fahren.

Der Veranstalter hat wieder einmal ein tolles Turnier ausgerichtet und sie machen das mittlerweile ganz prima. Weiter so in diesem Sinne und bis zum nächsten Jahr.

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(Text u. Bilder: Toni B.)